Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hubert Egger - Brixsana Privatklinik

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. Hubert Egger blickt auf eine langjährige Tätigkeit an der Fachhochschule Oberösterreich, Studiengang für Medizintechnik, zurück; zuvor war er lange als Leiter von Forschungsprojekten bei einem weltmarktführenden Prothesenhersteller tätig. Im Rahmen seiner Professur für Prothetik, welche bislang die einzige dieser Art in Österreich ist, beschäftigt er sich intensiv mit Aufgaben in der Lehre und in der Prothetik-Forschung.
Als Medizintechniker fokussiert er seine Bemühungen darauf, vorhandene Anteile von motorischen und sensorischen Nerven im Amputationsstumpf für die Interaktion mit künstlichen High-Tech-Gliedmaßen zu nutzen, damit diese in ihrer Funktionalität natürlichen Gliedmaßen möglichst nahe kommen. Der Erfolg seiner Arbeiten mit bionischen Prothesen erlangte breite öffentliche Aufmerksamkeit, als unter seiner Leitung im Jahr 2007 die gedankengesteuerte Armprothese, sodann im Jahr 2009 die fühlende Handprothese und schließlich im Jahr 2015 die erste fühlende Beinprothese vorgestellt wurden.

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. techn. Hubert Egger
Julius-Durst-Straße  28 I-39042 Brixen
geboren am 14. März 1964 in Südtirol / Italien
hubert.egger@brixsana.it

Beruflicher Werdegang

  • seit 2012: Professor für Prothetik an der Fakultät für Medizintechnik und Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Oberösterreich in Linz
  • 2000 – 2011: Projektleiter beim Prothesenhersteller Otto Bock Healthcare Products, in Wien in den Abteilungen Forschung & Entwicklung und Strategisches Technologie-Management
  • 1995 – 1997: Schaltungsentwickler im Technischen Büro Dr. Kreuzgruber in Wien
  • 1990 – 1992:Studienassistent am Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenztechnik der Technischen Universität Wien
  • 1989 – 1990: Lehrer für Elektrotechnik und Industrielle Elektronik an der Gewerbeoberschule in Bozen

  Nebentätigkeiten

  • 1993 – 1995: Patientenpflege im Krankenhaus “Haus der Barmherzigkeit” in Wien
  • seit 1999: Produktionsmitarbeiter von Hörfunksendungen im Bereich Konsumentenschutz in Wien

Akademische Ausbildung

  • 1993 – 1999: Doktorats-Studium an der Medizinischen Universität Wien und Technischen Universität Wien im Bereich „Drop Foot Correction by Peroneal Nerve Stimulation“
  • 1984 – 1993: Studium der Elektrotechnik / Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Wien

   Schulbildung

  • 1982 – 1984: Besuch der Gewerbeoberschule in Bozen, Fachrichtung Elektronik
  • 1980 – 1982: Besuch der Gewerbeschule in Bozen, Fachrichtung Elektrotechnik
  • 1978 – 1980: Besuch der Lehranstalt für Industrie und Handwerk in Bruneck
  • 1970 – 1978: Grundschulbesuch in St. Andrä bei Brixen und in Brixen 

Papers/journals

  1. H. Egger, T. Haslwanter, R. Merwa - „Gedanken steuern Maschinen – Moderne Technologien für Schwerstbehinderung“; Integrierte Versorgung: „Neu denken – Innovativ handeln“, FH OÖ Campus Linz, Kongressband, 6.-7- Mai 2014
  2. H. Egger - “Improvement in Prosthetics of Lower Limb Amputees“, Orthopädie Aktuell, S.24-S.29., Argelanderstrasse 59, 
53115 Bonn, Oktober 2014
  3. H. Egger - „Ganganalyse in der prothetischen Versorgung“ Eurocom e.V. Aktuell, S.1-S.8, August Klotz Str. 16d, D52349 Düren, Oktober 2014
  4. H. Egger - “Die gedankengesteuerte und die fühlende Armprothese“ Orthopädie Aktuell, S.156-S.161., Argelanderstrasse 59, 53115 Bonn, März 2010
  5. H. Egger, K. Renauer, M. Bijak, F. Rattay, A.L. Scholtz - „Testbed for Neuromuscular Electrostimulation and Acquisition of Limb’s motion“ EMBEC’99-European Medical & Biomedical Engineering Conference, Vienna (Austria), November 04-07, 1999
  6. H. Egger, M. Bijak, W. Mayr, Ch. Hofer, H. Kern, A.L. Scholtz - „Gait improvement by peroneal nerve stimulation with surface electrodes - a case study“ EMBEC’99-European Medical & Biomedical Engineering Conference, Vienna (Austria), November 04-07, 1999
  7. H. Egger, K. Renauer, M. Bijak, F. Rattay, A.L. Scholtz - „Testbed for Neuromuscular Electrostimulation and Acquisition of Limb’s motion“ EMBEC’99-European Medical & Biomedical Engineering Conference, Vienna (Austria), November 04-07, 1999
  8. H. Egger, M. Bijak, W. Mayr, Ch. Hofer, H. Kern, A.L. Scholtz - „Gait improvement by peroneal nerve stimulation with surface electrodes - a case study“ EMBEC’99-European Medical & Biomedical Engineering Conference, Vienna (Austria), November 04-07, 1999
  9. H. Egger, M. Bijak, W. Mayr, Ch. Hofer, H. Kern, A.L. Scholtz - „Gait improvement by peroneal nerve stimulation with surface electrodes - a case study“ 6th Vienna International Workshop on Functional Electrostimulation, Vienna (Austria), Chateau Wilhelminenberg, September 22-24, 1998, Proceedings ISBN 3-900928-04-05
  10. H. Egger, M. Bijak, W. Mayr, Ch. Hofer, H. Kern, A.L. Scholtz - „Gait improvement by peroneal nerve stimulation with surface electrodes - a case study“ 6th Vienna International Workshop on Functional Electrostimulation, Vienna (Austria), Chateau Wilhelminenberg, September 22-24, 1998 H. Egger, M. Bijak, W. Mayr, Ch. Hofer, H. Kern, A.L. Scholtz - „Gait improvement by peroneal nerve stimulation with surface electrodes - a case study“, 3. Fakultätsvorlesung, Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung in den neuen Universitätskliniken am allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien, 16.10. 1998

Research/reports

  1. H. Egger, G. Schultes - „Einrichtung zur Überprüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit elektronischer Geräte nach dem MIL-Standard“, „MIDAS“ FFF- Project 2/288, First Annual Report 1. March 1992 - 12. Mai 1993
  2. G. Schultes, N. Rohringer, W. Simbürger, H. Novak, H. Knapp, H. Egger, R. Vretska, P. Kreuzgruber, A.L. Scholtz - „ Esprit III Project 6135 „MIDAS“ FFF- Project 2/288, First Annual Report 1. March 1992 - 12. Mai 1993
  3. G. Schultes, N. Rohringer, H. Knapp, R. Gahleitner, P. Kreuzgruber, W. Simbürger, H. Egger, A.L. Scholtz - „ESPRIT II Project 2016 TIP BASE / FFF Project Nr. 2/284“. Final Report, September 30th 1992 G. Schultes, A. Hasenzagl, W. Simbürger, H. Egger - „Performance of a Self Synchronizing Direct Conversion DECT Receiver“ EURO-COST, COST 23, Florence, Jan. 22 1991

 

  • 2009: Auszeichnung der Gemeinde Brixen, Südtirol für „besondere berufliche Leistungen"
  • 2008: Zukunftspreis von der Stadt Wien für innovativstes Projekt „Gedankengesteuerte Armprothese" - 1. Platz
  • 1995: Auszeichnung mit Futura-Förderpreis für „besondere berufliche Leistungen im Ausland" von HGV-Südtirol

Prothetische Versorgung nach Gliedmaßenamputationen

Eine Gliedmaßenamputation bedeutet für eine betroffene Person immer einen schweren Eingriff in ihr zukünftiges Leben, wodurch die Mobilität und die Unabhängigkeit schwer beeinträchtigt sein können. Oft werden Aktivitäten des täglichen Lebens, die für Nichtbetroffene eine Selbstverständlichkeit bedeuten, für Betroffene nur mit viel Mühe überhaupt möglich oder gar unmöglich.

Moderne Methoden der prothetischen Versorgung und neueste Prothesen – so genannte bionische Prothesen – können zu einem deutlichen Ausgleich von funktionellen und ästhetischen Defiziten beitragen. Grundsätzlich strebt jeder Mensch ein beschwerdefreies, selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben an. Die Rehabilitation amputierter Patientinnen und Patienten wird daher zu Recht zu den bedeutendsten Aufgaben der Rehabilitationsmedizin gezählt; sie ist aber mit Sicherheit eine der anspruchsvollsten Aufgaben. Eine Herausforderung liegt in der engen, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Medizin und Technik vor dem Hintergrund der konkreten Lebenssituation der Patientinnen und Patienten. Exakt von dieser Zusammenarbeit wird unsere Klinik geprägt.

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